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Das Geschlecht im öffentlichen Haushalt verstehen
 

Es ist wohlbekannt, dass die öffentliche Politik sich nicht neutral im Bezug auf die Geschlechter verhält. Eben so wenig tun es die Haushalte - rechtliche Instrumente der öffentlichen Verwaltung, welche die sozialen und wirtschaftlichen Prioritäten, die in der Gesellschaft vorhanden sind, reflektieren.

Selbst, wenn es eine scheinbare Neutralität in der Technizität der Konzepte, Instrumente und Methoden im Rahmen des öffentlichen Haushaltes gibt, ist es bekannt, dass sie durchzogen sind von Repräsentationen und sozialen Stereotypen. Das Nicht-Anerkennen von sozialen Beziehungen zwischen den Geschlechtern und der Besonderheit der kulturellen Bedingungen- besonders der sozialen und wirtschaftlichen- implizieren die Vernachlässigung der unterschiedlichen Auswirkungen auf Männer und Frauen.

In diesen Zusammenhang sollten die Betreuungsaufgaben und die nicht- vergütete Arbeit, welche die Frauen historisch im Haushalt und den Gemeinden ausüben, bei der Formulierung der Politik in den verschiedenen Sektoren und föderalen Einrichtungen artikuliert werden. Zusätzlich sollte die Umsetzung der positiven Aktionen, die auf die Korrektur von Verzerrungen und Ungleichheiten abzielen, mit universellen Initiativen gefördert werden, die die Dimension der Geschlechter fokussieren und überschneiden.

Diese Thematik steht nicht nur im Zusammenhang mit der Frage der Effizienz und der Wirksamkeit der Politik. Sie ist eine Antwort auf die Agenda der Gleichheit, dessen Legitimität in der Übernahme von Verpflichtungen Bereich der internationalen Menschenrechte, insbesondere der Frauenrechte (CEDAW, Fakultativprotokoll, Peking, usw.), wobei es nach wie vor ein relevantes Thema in der Debatte und den umgesetzten Reformen rund um die so genannte "good governance" beobachtet werden kann.

Aus diesem Grund beabsichtigt das Equit Institut, in Zusammenarbeit mit dem "Fórum Popular do Orçamento do Rio de Janeiro"- FPO/RJ, einen Beitrag zur Überwindung der noch unzureichenden Teilnahme der Bevölkerung in der öffentlichen Sphäre des Bundesstaates Rio de Janeiro und in seiner Hauptstadt zu leisten, die oftmals durch den Mangel an spezifischer Ausbildung der sozialen Organisationen, nicht in der Lage ist, die Umsetzung des Haushaltes zu verfolgen. Wir möchten auch einen Beitrag zur Überwindung des Mangels an Geschlechteranalyse der umgesetzten Politik, sowohl durch den Staat, wie auch durch die Gemeinde, leisten.

Damit hofften wir einen Beitrag zur Stärkung der Frauengruppierungen und anderen, gemischten Gruppierungen zu leisten, ausgehend von der Ausbildung in der Haushaltthematik aus der Geschlechterperspektive, sowie der Verfolgung, Erstellung und Verbreitung der kritischen Analyse der Analyseinstrumenten.